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Mittwoch, 17. Januar 2018
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Mit Ihrem neuesten Buch „Auf der Sonnenseite" wollen Sie die Leser und Nutzer von Energie darauf hinweisen, dass uns die Sonnenenergie zu Gewinnern macht. Die Diskussion um Stromtrassen, die Reduzierung der Fördergelder für Solaranlagen und die Verteuerung des Stroms insgesamt verunsichern aber die Verbraucher. Wo und für wen sehen Sie hier einen Gewinn?
Franz Alt: Schon heute kann in Deutschland die Kilowattstunde Solarstrom für 10 bis 15 Cent produziert werden - in 10 Jahren werden wir bei etwa fünf Cent sein. Der Hauptgrund: Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Sie sind Geschenke des Himmels - im Gegensatz zu Atom, Kohle, Öl oder auch Gas, die gefährlich sind oder den Treibhauseffekt verursachen. Kurzfristig kostet die Energiewende, aber schon mittelfristig und erst recht langfristig werden wir und noch mehr die künftigen Generationen profitieren. Hinzu kommt: Die Erneuerbaren Energien verursachen keine Folgekosten wie Atom oder Öl oder Kohle. Gewinnen werden außerdem die Natur, unsere Gesundheit und die gesamte Volkswirtschaft. Weil insgesamt etwa eine Million neue Arbeitsplätze entstehen werden - allein in Deutschland.

Rentiert es sich für den für Hausbesitzer, noch langfristig auf Sonnenergie zu setzen?
Franz Alt: Aber ja, auch bei heutigen reduzierten Einspeise-Vergütungen können die Produzenten noch mit einer Rendite von ca. fünf Prozent rechnen. Für die Umwelt „rentiert" sich eine Solaranlage sofort. Deshalb haben schon weit mehr als eine Million Dächer hierzulande Solarstromanlagen und eine weitere Million Anlagen für solare Wärme.
Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrem Vortrag, der den Zuhörern die Chancen der Sonnenergie deutlich macht?
Franz Alt: Sonne und Wind sind unendlich vorhanden, während die heutigen Energieträger wie Kohle, Gas, Öl oder Atom rasch zu Ende gehen und schon deshalb immer teurer werden müssen. Wir verbrennen heute an einem Tag so viele fossile Rohstoffe wie die Natur in einer Million Tagen angesammelt hat. Jedes Kind versteht, dass das, was wir heute treiben, keine Zukunft haben kann. Deshalb gebe ich der Kanzlerin recht, die sagt: „Die Energiefrage und die Klimafrage sind die Überlebensfragen der Menschheit." Ich zeige die unendlich vorhandenen Alternativen auf und will Lust auf Zukunft vermitteln. Ich mache an positiven Beispielen aus der ganzen Welt deutlich, dass Deutschland und Europa schon in 20 bis 30 Jahren zu hundert Prozent erneuerbar sein können. Welch eine Chance! Wir müssen endlich lernen, mit der Natur und nicht mehr gegen die Natur zu wirtschaften, zu leben und zu arbeiten.
Müssen letztendlich nicht die Stromkonzerne selbst stärker in die Förderung von Sonnenergie investieren?
Franz Alt: Bisher haben sie geschlafen. Aber die Energiewende kann nur dezentral funktionieren. Die Sonne scheint auf jedes Dach. Es gibt keine RWESonne und keinen Eon-Wind. Sonne und Wind gehören allen. Die alten Energieversorger werden die großen Verlierer der Energiewende. Sie sollten so rasch wie möglich in die Produktion der Techniken und in Speichertechnologien einsteigen. Dann können sie noch mitspielen. Aber die eigentliche Energiewende kommt von unten, aus der Gesellschaft. Nach dem schönen Motto: Bürger, zur Sonne, zur Freiheit.
Der Termin der Veranstaltung:
Donnerstag, 21.02.2013, Beginn 20.00 Uhr
Franz Alt,  „Lohnt sich die Sonne noch?“ (Vortrag und Diskussion)
Bücherhaus Jansen, Marktstr. 10-14, Rüsselsheim
Eintritt € 7,--
Kartenvorverkauf: Tel. 06142-61844

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