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Sonntag, 22. Juli 2018
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Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 der Gustav-Heinemann-Schule beschäftigten sich einen Tag mit der Frage, wie eine faire Zukunft aussehen kann. Dazu war „Multivision – Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung“ in die Aula gekommen, wo ein einleitender Film zum Thema „Fair Future“ gezeigt wurde, ehe eine Diskussion darüber folgte, welche Handlungsmöglichkeiten es in Rüsselsheim und für jeden persönlich gibt.
An der Diskussion nahmen auch Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer der Stadtwerke Rüsselsheim, und Torsten Regenstein, Geschäftsführer der gewobau, teil. Beide Unternehmen gehörten ebenso wie der Verein Energiewende Rüsselsheim zu den lokalen Unterstützern der Veranstaltung.
Torsten Regenstein verwies darauf, dass die beste Methode, Ressourcen zu schonen, die ist, sie erst gar nicht in Anspruch zu nehmen. Entsprechend dämmt die Wohnbaugesellschaft gewobau ihre Häuser, um den Energieverbrauch zu senken. Letztlich wird der Energiebedarf der Menschheit aber nur zu decken sein, wenn die regenerativen Energien massiv ausgebaut werden. Regenstein verwies auf die Homepage www.solarstadtplan-ruesselsheim.de, die von gewobau und Stadtwerken getragen wird und auf der die Photovoltaikanlagen in Rüsselsheim nebst Informationen auf einem interaktiven Stadtplan hinterlegt sind.fair-future
Hans-Peter Scheerer machte am Beispiel der Wasserversorgung deutlich, was es für die Stadtwerke heißt, ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu arbeiten: Wenn die Leitungen und Rohre nicht in ausreichendem Maße erneuert werden, ist die Wasserversorgung der Zukunft gefährdet. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden das Problem und die immensen Kosten für die Instandhaltung auf die nachfolgenden Generationen verlagert.“
Aus Sicht des Vereins Multivision ist in vier Bereichen ein Umdenken erforderlich: Wohnen, Mobilität, Konsum und Ernährung. Bei letzterem ist es vor allem der unersättliche Fleischkonsum, der Probleme bereitet. Die Menschen in der reichen Welt leiden an Übergewicht und geben mehr Geld für Diäten aus als für Entwicklungshilfe, machte Kai Wichmann deutlich.
Dabei wird bereits jetzt genügend Nahrung produziert, um sogar zwölf Milliarden Menschen ernähren zu können. Doch Menschen verhungern, weil das angebaute Getreide als Futter für die Tiere genutzt werden, die in den reichen Ländern als Fleisch auf dem Teller landen. Auch der Regenwald wird abgeholzt, um Futtermittel anzubauen Für Moderator Wichmann heißt das: „Jede Scheibe Wurst ist ein Stück vom Regenwald.“
In der Diskussion ging es ihm darum, die Schüler zu konkretem Handeln zu ermuntern: „Wie viele Menschen braucht, es um die Welt zu retten: Dich.“ Einem nahm er das Versprechen ab, sein kaputtes Fahrrad zu flicken, damit er umweltfreundlich zur Schule fahren kann. Ein anderer bekommt von einer Mitschülerin ein leckeres Rezept, um am nächsten Wochenende vegetarisch zu kochen. Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Gelis machte den Schülern den Vorschlag: Sie erhalten 500 Euro, die sie im Sinne von Fair Future ausgeben können. „Nun liegt es an Euch, sich Gedanken zu machen, wie dieses Geld am besten angelegt ist.“
www.fairfuture.net

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