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Sonntag, 22. Juli 2018
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„Insgesamt war auch das zweite Jahr für die Bürgersolaranlagen ausgesprochen erfolgreich“, erklärt Thomas Gapp, Bereichsleiter Kunden und Vertrieb. Die umweltfreundlich gewonnene Strommenge lag deutlich über den freilich zurückhaltenden Prognosen und auch über den Ergebnissen aus 2010. Vom Bahnhofsdach konnten im vergangenen Jahr insgesamt 89.550 Kilowattstunden ins Stromnetz eingespeist werden, 2010 waren es 83.082 Kilowattstunden gewesen. Die Prognose ging von 74.520 Kilowattstunden aus. Somit lag der Ertrag in 2011 25,8 Prozent über der Kalkulation.

Auf den Dächern der Stadtwerke-Gebäude, wo sich die zweite Bürgersolaranlage befindet, wurden 81.054 Kilowattstunden erzeugt; 2010 waren es 74.920 Kilowattsunden gewesen. Kalkuliert waren 67.266 Kilowattstunden, so dass im vorigen Jahr auch hier ein Plus von 21,4 Prozent zu Buche steht.

„2011 war wie schon 2010 sonniger als dies nach dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre zu erwarten war“, erläutert Sven Halling, der für den Betrieb der beiden Anlagen zuständig ist, die von fast 110 Bürgerinnen und Bürger finanziert wurden. Sie gaben den Stadtwerken zusammen ein Darlehen von knapp 650.000 Euro. Zwanzig Jahre lang erhalten sie dafür jedes Jahr eine Verzinsung von 3,5 Prozent.

„Wenn auch die nächsten drei Jahre ähnlich sonnig werden wie 2010 und 2011 werden sie sogar noch etwas mehr Geld überwiesen bekommen“, sagt Thomas Gapp. Einnahmen, die nach fünf Jahren Betrieb über den Prognosen liegen, werden vollständig an die Darlehensgeber ausgeschüttet.

Mit den Bürgersolaranlagen ermöglichen es die Stadtwerke jedem, sich beim Ökostrom engagieren zu können, auch wenn kein eigenes Dach vorhanden ist, betont Gapp. Die beiden Bürgersolaranlagen gingen Ende 2009 ans Netz. Auf einer Fläche von 2240 Quadratmetern erbringen sie zusammen eine Leistung von knapp 160 Kilowatt-Peak (kWp). Der 2011 erzielte Ertrag von gut 170.000 Kilowattstunden deckt den Jahresstromverbrauch von circa 48 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalten. Entsprechend konnte der Ausstoß an Kohlendioxid vermieden werden, der bei der Stromgewinnung aus herkömmlichen Energieträgern angefallen wäre.

Während im zurückliegenden Jahr in acht Monaten mehr Strom als erwartet erzeugt wurde, blieben der Januar, Februar wie auch der November und der Dezember hinter den Erwartungen zurück. „Dafür war vor allem Mai ein super sonniger Monat“, sagt Sven Halling. Hier wurden beispielsweise am Bahnhof statt 7893 bereits 13952 Kilowattstunden Ökostrom produziert – das entspricht fast 19 Prozent der prognosizierten Jahresmenge.

Wer sehen möchte, was die beiden Bürgersolaranlagen an Strom liefern, kann sich die Tages-, Monats- und Jahresübersicht auf der Homepage der Stadtwerke anschauen. Hier der Link zu der Anlage auf dem Rüsselsheimer Bahnhof und hier der Link zu der Anlage auf dem Dach der Stadtwerke in der Walter Flex Straße. Den aktuellen Stand können Besucher auch in den beiden Kundenzentren auf Monitoren verfolgen, die dort aufgehängt sind.

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