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Sonntag, 22. Juli 2018
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Sonnen markieren Standorte
Auf dem Stadtplan, als Luftbild dargestellt, markieren Sonnen die Standorte von privaten und öffentlichen Solaranlagen in Rüsselsheim. Zu den meisten der aufgeführten Anlagen sind weitergehende Informationen hinterlegt: Leistung, Jahr der Inbetriebnahme, Installateur, Hersteller der Module, Modultyp, Fabrikat der Wechselrichter und die Kontaktdaten des Anlagenbetreibers. „Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen, findet vielfältige Informationen und kann den Austausch mit Betreibern suchen, und wer schon eine Anlage besitzt, kann Erfahrungen mit Gleichgesinnten austauschen“, freut sich Torsten Regenstein, stellvertretender Geschäftsführer der Gewobau.

Strom für 800 Haushalte
Der Rüsselsheimer Wohndienstleister hat derzeit zwanzig Photovoltaikanlagen auf den Dächern seiner Wohngebäude installiert, die Stadtwerke Rüsselsheim haben zwei Bürgersolaranlagen ermöglicht. Beide Unternehmen wollen mit dem Solarstadtplan ein Zeichen setzen: „Die aktuelle Diskussion um die Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten zur Stromgewinnung zeigt erneut, wie wichtig es ist, für die Zukunft vorzusorgen und möglichst risikofreie Stromgewinnung zu favorisieren“, sagt Hans-Peter Scheerer. Mit dem Strom, den alle Photovoltaikanlagen in Rüsselsheim produzieren, können mehr als 800 Drei-Personen-Haushalte versorgt und mehr als 500 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.
 
Am 2. und 3. Oktober
Nach zwei Monaten sind die Vorarbeiten für die Homepage nun so weit abgeschlossen, dass das Projekt an der Fachmesse Fuega (Forum für Umwelt und Energie) präsentiert werden kann, die der Gewerbeverein Rüsselsheim am Wochenende 2. und 3. Oktober in der Walter-Köbel-Halle veranstaltet. Stadtwerke und Gewobau werden mit einem gemeinsamen Stand vertreten sein und unter anderem den Solarstadtplan vorstellen. Es sollen noch mehr Anlagenbesitzer dafür gewonnen werden, dass sie mit der Veröffentlichung ihrer Daten einverstanden sind und der Stadtplan möglichst vollständig wird. „Vor allem aber möchten wir weitere Menschen von der Photovoltaik überzeugen“, erklärt Torsten Regenstein. „Rüsselsheim und seine Dächer haben noch Potenzial.“
 
Gewobau als Vorbild
Die Gewobau geht seit vier Jahren mit gutem Beispiel voran. „Wir haben Photovoltaikanlagen installiert, weil wir die geeigneten Dachflächen nicht ungenutzt lassen wollten.“ Rund elf Prozent seiner Dächer hat der Wohndienstleister mit Photovoltaik ausgerüstet. Hinzu kommen sechs Solarthermieanlagen zur Warmwassererzeugung auf weiteren Dächern und Fassaden.
 
Wissen weitergeben
Die Entwicklung der Photovoltaiktechnik macht die Installation von so genannten amorphen Anlagen möglich, die als Dachbahnen konzipiert und verlegt werden. „Da mussten wir uns vor Jahren noch ausführlich und vor allem an den verschiedensten Stellen informieren“, berichtet Regenstein. Diesen Informationsaufwand kann der neue Solarstadtplan Rüsselsheim für zukünftige Photovoltaikanlagenbetreiber, die ebenfalls Flachdächer nutzen wollen, deutlich verringern.
 
Vielfältige Techniken
„In Rüsselsheim gibt es Photovoltaikanlagen in fast allen Technikformen für die verschiedensten Dachformen“, erläutert Matthias Diehl vom Photovoltaikbüro Rüsselsheim, das mit der Realisierung des Stadtplans befasst ist. Wer möchte, kann mit dem Solarstadtplan Rüsselsheim interaktiv werden und nach Anmeldung im eigens eingerichteten Forum Fragen stellen, Anregungen und Informationen geben sowie Daten und Bilder zu seiner Anlage hoch laden.
 
Gemeinsam und Miteinander
„Wir können gemeinsam und miteinander in Rüsselsheim mithelfen, dass Umwelt, Klima und Energieressourcen geschont werden“, erklärt Stadtwerke-Chef Scheerer. „Gemeinsam, miteinander“ ist auch das Motto beider Unternehmen am gemeinsamen Stand auf der Fuega. Die Gewobau erklärt dort Besuchern, was sie von der Wärmedämmung und dem Einsatz moderner Heiztechnologie im Mietwohnungsbau bis zum Gasbezug unternimmt, um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Die Stadtwerke zeigen unter anderem  Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt und bei der Straßenbeleuchtung auf. Torsten Regenstein: „Wir wollen Information und Beratung für ein energiebewusstes Rüsselsheim liefern.“
 

Kommentare

Dr. Klaus-Uwe Gerhardt
# Dr. Klaus-Uwe Gerhardt
Donnerstag, 12. Mai 2011 12:58
Hallo,
ich bin Stadtverordneter in Obertshausen und finde den Solarstadtplan nachahmenswert. Eine Bitte: Könnten Sie mir den entsprechenden Antrag ihrer Stadtverordnetenversammlung zum Solarstadtplan als Vorlage zusenden?

Sonnentauplatz 1
63179 Obertshausen
06104-941394
Matthias Diehl
Donnerstag, 12. Mai 2011 14:21
Sehr geehrter Herr Dr. Gerhard,
es gab in Rüsselsheim keinen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung sondern eine Initiative der Rüsselsheimer Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU, die bereits mehrere Photovoltaikanlagen betreibt und dieses Projekt gemeinsam mit den Rüsselsheimer Stadtwerken initiiert und umgesetzt hat.

Mit sonnigem Gruß
Matthias Diehl

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