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Sonntag, 22. Juli 2018
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Die Plattform im Internet verfolgt zwei Ziele. Sie soll denen, die bereits die Sonnenenergie nutzen, die Möglichkeit geben, sich über andere Anlagen zu informieren. Zudem soll sie weitere Menschen motivieren, die Kraft der Sonne zur Stromgewinnung anzuzapfen.
287 Anlagen gibt es derzeit in Rüsselsheim, davon sind 26 in diesem Jahr errichtet worden, berichtet Matthias Schweitzer, Technischer Leiter der Stadtwerke, die für das Stromnetz in der Stadt zuständig sind. In dieses Netz wird auch die Energie eingespeist, die durch Photovoltaik gewonnen wird. Im vergangenen Jahr erzeugten diese Solaranlagen 1,7 Millionen Kilowattstunden Strom. „Das entspricht fast 0,8 Prozent des gesamten Strombedarfs von Rüsselsheim, wobei der Strombedarf des Automobilherstellers Opel nicht enthalten ist.“ Die maximale elektrische Leistung aller Photovoltaikanlagen in Rüsselsheim beträgt circa 2500 Kilowattpeak (kWp).
Damit jeder auf einen Klick im Internet sehen kann, wo es welche Solaranlagen in Rüsselsheim gibt, sind Gewobau und Stadtwerke auf Unterstützung angewiesen: Die Betreiber der Anlagen müssen der Veröffentlichung der Daten zustimmen. Dazu erhalten sie in diesen Tagen Post mit der herzlichen Bitte, das Vorhaben zu fördern.
Bis zum 1. Oktober soll die interaktive Internetplattform so weit gediehen sein, dass sie der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Wer einen Eindruck gewinnen möchte, wie die Seite aussieht und welche Möglichkeiten sie bieten wird, kann die im Aufbau befindliche Homepage unter www.solarstadtplan-ruesselsheim.de anschauen, erklärt Matthias Diehl vom Photovoltaikbüro Rüsselsheim, das mit der Realisierung des Stadtplans beauftragt ist.
Ingenieur Diehl weiß aus Erfahrung, dass viele Besitzer von Photovoltaikeinrichtungen interessiert sind, Informationen über andere Anlagen zu erhalten, um sie mit der eigenen zu vergleichen. Über ein Forum wird die Internetseite zudem die Möglichkeit bieten, Erfahrungen auszutauschen, zum Beispiel wenn es um die Reinigung von Solarzellen geht, Probleme mit den Wechselrichtern oder steuerliche und rechtliche Fragen.
Die älteste privat betriebene Photovoltaikanlage von Rüsselsheim befindet sich seit November 1995 auf dem Dach des Wohnhauses von Eva und Jochen Müller in der Emil-von-Behring-Straße. Etwas mehr als 10 000 Euro kostete die Anlage, erzählt Jochen Müller. Bei einer Stromvergütung von 750 bis 800 Euro im Jahr hat sich die Investition „längst rentiert“.
Insgesamt haben die Stadtwerke im vorigen Jahr etwas mehr als 830 000 Euro an Vergütungen an die Eigentümer von Photovoltaikanlagen ausgezahlt, erklärt Matthias Schweitzer. Die Stadtwerke Rüsselsheim nennen vier Anlagen ihr Eigen, drei davon sind Bürgersolaranlagen. Bürger haben Geld zur Verfügung gestellt, um den Bau zu ermöglichen, und erhalten dafür eine Verzinsung von 3,5 Prozent.
Die Gewobau als innovative Wohnbaugesellschaft betreibt zwanzig Photovoltaik- und fünf thermische Solaranlagen, hat zudem zwei Dachflächen an andere Betreiber vermietet. „Seit 2006 haben wir 2,4 Millionen Euro in den Bau der Anlagen investiert“, sagt Geschäftsführer Hampel.
Mit dem Strom, den sämtliche Photovoltaikanlagen in Rüsselsheim produzieren, können etwa 816 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte versorgt werden. Der Umwelt und dem Klima bleibt somit der Ausstoß von 527 Tonnen Kohlendioxid erspart, die anfielen, wenn der Strom durch fossile Energieträger produziert werden müsste. Angesichts dieser Bilanz ist nicht nur für Solar-Pionier Jochen Müller klar: „Die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie sollte eine Selbstverständlichkeit sein.“
Beate Conradi, Bereichsleiterin Technik im Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt Rüsselsheim, begrüßt es, dass der Solarstadtplan immer aktuell im Internet zur Verfügung steht. „In anderen Städten liegt der Solarstadtplan nur gedruckt vor und ist dann schnell von der Entwicklung überholt.“ Die Daten für die städtischen Anlagen, beispielsweise auf der Kant-Schule oder der Feuerwehr Königstädten, sind bereits weitergeleitet worden.
Conradi verweist zudem auf die Homepage www.sonnendachboerse- ruesselsheim.de . Auf dieser von der Lokalen Agenda 21 initiierten Internetseite können sich jene finden, die Dächer zur Verfügung stellen, aber kein Geld für Photovoltaik ausgeben möchten, und jene, die investieren wollen, selbst aber keines oder kein geeignetes Dach besitzen. Der Link zu dieser Seite ist auch auf dem Solarstadtplan hinterlegt.
 
 
Presseberichte zur Vorstellung des Solarstadtplans
 

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