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Freitag, 24. November 2017
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Die Stadtwerke haben für 330.000 Euro netto 235 Quadratmeter und somit gut ein Fünfzigstel der größten hessischen Photovoltaikanlage erworben, die insgesamt 109.000 Quadratmeter Modulfläche aufweist. „Diese Anteile bieten wir jetzt den Bürgerinnen und Bürger an“, erklärt Scheerer. Die Beteiligung läuft nach dem Darlehensprinzip, das schon bei den ersten beiden Bürgersolaranlagen (auf dem Bahnhofsdach und auf Gebäuden der Stadtwerke) angewandt wurde: Jeder Interessierte kann bis zu 10 Darlehensanteile zu je 1.000 Euro zeichnen. Insgesamt können 330 Darlehensanteile zu 1.000 Euro für das Projekt vergeben werden.

Im Gegenzug erhält der Geldgeber für zwanzig Jahre lang eine garantierte Verzinsung von drei Prozent und zugleich jedes Jahr ein Zwanzigstel seines Darlehens zurückgezahlt. Für Jörg Gründinger ist diese Art der Geldanlage eine gute Sache: „Man tut etwas für die Umwelt und erhält noch eine Rendite, die deutlich besser ist als auf dem Sparbuch.“

Mit der dritten Bürgersolaranlage werden rund 165.000 Kilowattstunden Strom im Jahr  erzeugt. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 40 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt.  Wenn der Strom aus  Sonnenstrahlen gewonnen wird, werden rund 100 Tonnen Kohlendioxid eingespart, die entstünden, wenn der Strom mit fossilen Brennstoffen produziert würde. „Insofern kann jeder, auch wenn er kein eigenes Hausdach besitzt, mit der Bürgersolaranlagen seinen Teil zum Klimaschutz beitragen“, betont Geschäftsführer Scheerer.

Im gesamten Solarpark in Dreieich, der im April ans Netz ging, werden mehr als 7,8 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr gewonnen. Das versorgt 2000 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte und vermindert den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid um 5000 Tonnen.

Die Betriebsführung der Anlage obliegt der RMS Rhein-Main-Solarpark GmbH, einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und der Stadtwerke Dreieich. Die Stadtwerke Rüsselsheim haben einen Miteigentumsanteil am Solarpark erworben.

„Der Vorteil unserer Bürgersolaranlage: Wer einen Anteil erwirbt, muss sich um nichts weiter kümmern“, verspricht Jörg Gründinger. Das fängt an mit der Wartung und Instandhaltung der Anlage reicht über die die Verwaltung und Abrechnung. „Auch das unternehmerische Risiko, falls die Anlage nicht die erwarteten Strommengen liefert, liegt bei den Stadtwerken – die Geldgeber erhalten in jedem Fall ihren versprochenen Zins.“

Die Anteile der Bürgersolaranlage werden zum 1. September gezeichnet. Dabei gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. „Die Darlehensanteile werden in der Reihenfolge vergeben, wie sie bei den Stadtwerken eingehen“, sagt Hans-Peter Scheerer. Interessierte wenden sich an Michael Ohl, Leiter Vertrieb, Telefon 06142.500-203, Mail Michael.Ohl@stadtwerke-ruesselsheim.de . Informationen und Unterlagen stehen auch in den Kundenzentren und unter www.stadtwerke-ruesselsheim.de bereit.

Besichtigung

Die Stadtwerke bieten die Gelegenheit, die  dritte Bürgersolaranlage auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie in Dreieich-Buchschlag zu besichtigen: am Freitag, 24. August, wird für zwei Gruppen mit je 25 Teilnehmern eine Busfahrt nach Dreieich angeboten. Die Abfahrt erfolgt um 15.15 Uhr für die erste Gruppe und um 16.15 für die zweite Gruppe. Die Besichtigung dauert etwa eine Stunde. Die Rückkehr in Rüsselsheim wird um 17.45 beziehungsweise 18.45 Uhr sein.

Anmeldung für die Besichtigungsfahrt: bis Freitag, 17. August, bei Pressesprecher Jürgen Gelis, juergen.gelis@stadtwerke-ruesselsheim.de, Telefon 06142.500-226. Er verweist darauf: Vom Fuße der ehemaligen Mülldeponie hinauf zum Solarpark sind es zehn Minuten Fußweg. Auf dem 50 Meter hohen Deponiehügel kann es windig sein. Beides ist bei der Wahl des Schuhwerks und der Kleidung zu berücksichtigen.

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